Letzte Gaisbergtour (Nr. 64)

Für die Eiserne Hochzeit mit dem Gaisberg hat es knapp nicht gereicht.

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Bei Föhnsturm über den Lichtmastensteig auf den Gaisberg, 04.04.19

Vergangenen Donnerstag absolvierte ich meine vorerst letzte Tour auf den Hausberg. Ab kommender Woche lebe ich wieder in Wien. Die regelmäßigen Gaisbergtouren haben sich zu einem schönen Ritual entwickelt. Gaisberg ging immer, bei jedem Wetter (außer Gewitter). Außerdem war es die ideale Platzhalter-Tour, wenn ich am nächsten Tag Frühdienst (4.40 aufstehen) hatte und am Vorabend nicht zu spät heimkommen wollte. Genau richtig, um die körperliche Anstrengung zum besseren Einschlafen zu verwenden. Mit dem Anstieg ab Parsch entdeckte ich die Katzen beim Hiesl – als Dankeschön brachte ich mit der 57. Tour den Bewohnern einen Katzenkalender mit, die Idee kam von mir, kein Auftrag. Weiterlesen

Schäden am Gaisberg durch Schneebruch

Weil man die Informationen derzeit überall aus dem Internet zusammensuchen muss:

Für Salzburg am wichtigsten, weil heilige Kuh: Man kann wieder mit dem Auto bis auf den Gipfel fahren. Juhu! Am zweitwichtigsten, weil man kann mit dem Auto auch nur bis Zistelalm fahren: Die Zistelrunde, ein kleiner Rundwanderweg auf der Zistelalm, ist ebenfalls begehbar.

Für alle anderen, die öffentlich anreisen, gab und gibt es leider nirgends ausreichende Informationen, geschweige denn offizielle Wegsperren.

Stand, 25.01.2019:

Die Trasse der ehemaligen Zahnradbahn, die von Parsch über Oberjudenberg bis Zistelalm und dann weiter bis zum Gipfel führt, ist derzeit ohne größere Hindernisse begehbar. Am unteren Abschnitt zwischen Oberjudenberg und Zistelalm befinden sich immer noch zahlreiche umgestürzte Bäume am Weg, die man aber umgehen oder übersteigen kann. Die Straßenüberquerung ist dank festgetretener Tritte an den Schneewällen machbar. Obwohl zwischen 11. und 16.1., als ich zwei Mal über die Trasse aufstieg, weitere Bäume umkippten oder umknickten, wurde die Trasse nie gesperrt, geschweige denn wenigstens ein Hinweisschild aufgestellt. In meinen Augen fahrlässig.

Der Rundwanderweg ist weiterhin gesperrt und es wird es noch eine Zeit bleiben, da etliche Lawinen abgegangen sind.

Der Lichtmastensteig ab Zistel, der gegen Ende des Starkschneefallereignisses von Tourengehern gerne zur Abfahrt genutzt wurde, ist derzeit wegen Instandsetzungsarbeiten an den Stromleitungen gesperrt (gelbe Absperrbänder).

Der alpinere Anstieg von der Gersbergalm ist bis zum Rundwanderweg bis auf Schneebruchhindernisse ungehindert begehbar. Die originale Trasse des oberen Anstiegs ab Rundwanderweg bis Gipfel ist nicht mehr vorhanden, etwa zwei Drittel liegen unter massivem Schneebruch und enormen Verwehungen. Die Begehung bleibt Tourengehern vorbehalten.

Der Kapaunweg – Verbindungsweg zwischen Gersbergalm und Oberjudenberg – ist ungehindert begehbar, allerdings gibt es im Bereich der felsigen Engstelle, wo der Weg sehr schmal und abschüssig wird, Ansätze von Gleitschneemäulern (Spalten), die zur Gänze am Weg abrutschen können. Nach starker Erwärmung/Regen würde ich von einer Begehung eher abraten.

Der markierte Weg über den Ostrücken ab Klausberg bzw. Rundwanderweg dürfte ebenfalls von Schneebruch abgesehen begehbar sein, allerdings gibt es an der Nocksteinkehre ein Hindernis mit den beiseitegeschobenen Schneemassen.

Der Gaisbergbus (Linie 151) ist am Freitag, 25.1., zunächst bis zum Gipfel gefahren, später wegen Straßenglätte nur bis Zistelalm. Bedauerlicherweise gibt es keine elektronischen Informationen bzgl. der Voraussetzungen, zu denen der Bus bis Gipfel fährt und wann nicht. Aber Hauptsache, man kann überall mit dem privaten PKW parken!!!

Beide Gasthäuser hatten offen. Beide Webseiten der Gasthäuser haben jedoch nie aktuelle Informationen bereitgestellt, so wie das löblicherweise bei bei alpinen Hütten öfter gemacht wird. Im Zweifelsfall musste man sich auf Facebook informieren (wo bei jedem Hinabscrollen der Hinweis, sich anzumelden, dazwischenkommt).

Man könnte meinen, der Stadt sollte es recht sein, wenn möglichst viele Personen öffentlich anreisen, aber wie man sieht, wird nichts dafür getan. Wenn ich hier länger gewohnt hätte, hätte ich eine eine eigene Gaisberg-Seite aufgebaut und versucht, diese möglichst aktuell zu halten, inklusive aktueller Gefahren.

Ich mach hier dann zu.

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Ich hatte schon immer die Muße, über den Ort zu bloggen, in dem ich lebe. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Das Sein wird allerdings nicht in Salzburg bleiben. Vor zwei Jahren zog ich aus Jobgründen von Wien hierher und nach relativ exakt zwei Jahren werde ich Salzburg in Richtung Wien wieder verlassen. Ich hätte dauerhaft bleiben können, wohl nicht für immer, aber noch einige Jahre. Ich habe mich anders entschieden. Nach vielen Monaten reiflicher Überlegung steht eine endgültige Entscheidung. Ein Résumée, mit etwas Wehmut, aber auch mit vielen Blicken nach vorne.

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Der vergessene Schi-Schlag.

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GPS-Track in der Kompass-Karte (pink)

Ende November ging ich eher unverhofft einen neuen Steig, ja auch das gibt es noch für mich. Bei der 50. Begehung insgesamt. Und das bei 30-40cm Neuschnee.  Wie sich herausstellt, handelte es sich um den ehemaligen Schi-Schlag, der Skitourengehern früher als Abfahrt vom Gipfel zur Gersbergalm diente. Der Skiclub Salzburg hatte die Fläche bei den Bundesforsten gepachtet und betreut, d.h. die Stauden regelmäßig ausgeschnitten. Seit rund 20 Jahren wird das nicht mehr gemacht und der Schlag ist seitdem nicht mehr befahrbar. Einheimische sind dort nach wie vor anzutreffen, bzw. neugierige Menschen wie mich.

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Gefährliche Radwege

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Gefahrenstellen in Maxglan

In Bregenz und Salzburg ist der Radverkehrsanteil mit je 20 % österreichweit am höchsten (Stand: 2016). Klingt viel, im europäischen Vergleich ist es aber eher wenig. Hauptgrund dafür ist die mangelnde Infrastruktur. Salzburg besitzt an sich viele Radwege, die teilweise auch baulich von Fußgängerwegen und Straßen getrennt sind. Vom Salzachuferweg und allgemein in der Altstadt abgesehen hält sich das Fußgängeraufkommen sehr in Grenzen, sodass auch gemeinsame Fuß- und Radwege nicht ein Problem darstellen.  Weiterlesen

Endlich wird das Wetter schiach!

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Gaisberg-Plateau bei Nebelschwaden

Bei Schönwetter meide ich gewöhnlich den Gaisberg, außer ich habe mir aus Faulheit keine andere Bergwanderung ausgedacht. Naturgemäß ist das Gipfelplateau dann überlaufen von Halbschuhtouristen, von denen die meisten mit dem Auto hinauffahren. Zudem hört man bei bestem Ausflugwetter häufiger die Motorsportfahrer am Kopplring hinauflärmen. Bei jenem Wetterzustand, unter dem die Bevölkerung allgemein Schlechtwetter versteht, wird der Berg deutlich geringer frequentiert und die Schallausbreitung ist zusätzlich gedämpft (ausgenommen Autoreifen auf regennasser Fahrbahn). Zwar werden auch die Wege rutschiger, lassen sich aber mit Trailrunningschuhen mühelos bewältigen.

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